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Filmvorstellung am Freitag 13.8. im Stadtteilzentrum Wilten

Wir wollen gemeinsam einen Dokumentarfilm schauen, welcher mit beindruckenden Originalbildern die Entwicklungen der zapatistischen Bewegung zwischen 1994 und 2003 schildert.

Freitag 13. August – Stadtteilzentrum Wilten, Leopoldstraße 33a
ab 19 Uhr

Wir freuen uns auf euch.

Bitte denkt an 3G. Danke.

Hier findest du Veranstaltung auf Facebook.

11. August 19:00 im Cafe Lotta

Infoveranstaltung / Vortrag

Als Schutz vor Übergriffen von Militärs, Polizei und Paramilitärs schickt das Institut Frayba „Brigadistas“ für je zwei Wochen in zaptistische Dörfer und zu den Abejas nach Acteal. Zwei Brigadistas erzählen von ihrem Einsatz, zeigen Bilder und einen Film.
Mittwoch 11. August – Café Lotta, Hallerstr.1 ab 19 Uhr

Wir freuen uns auf euch.

Bitte denkt an 3G. Danke

 

T-Shirts mit Solidaritäts-Druck sind da!

Wir haben bei Shirt24 in Innsbruck T-Shirts gedruckt um die Reise der Zapatista sowie deren Aufenthalt in Tirol zu finanzieren. Es gibt sie in schwarz oder öko-weiss und ein Shirt kostet 15-20 Euro Solidaritätspreis. Ihr bekommt sie bei allen unseren Veranstaltungen sowie im Cafe Lotta, Hallerstr. 1 und im Seconhandshop der Diele, Innstr. 43.

Motive in den jeweiligen Farben


Beim Drucken in der Zollerstrasse 7 bei Shirt24

Wir fordern: Freie Einreise für die Zapatistas!

Die Zapatistas planen eine Europa-Reise „für das Leben gegen den kapitalistischen Weg des Todes“. 177 Personen, die meisten aus den Gemeinden in Chiapas im südlichen Mexiko, fordern deswegen die Möglichkeit, in Frankreich einreisen zu dürfen. Tausende unterstützen ihre Forderung und setzen Präsident Macron unter Druck, den Weg frei zu machen.

Mehr als 800 Organisationen, Institutionen und Personen unterzeichneten die Erklärung „Warten auf das Boot für das Leben“ der Zapatisten. Denn zwischen Juli und September 2021 sind in ganz Europa Veranstaltungen mit Kulturvereinen, Solidaritätsgruppen, Künstler:innen und Gewerkschaften geplant, bei denen es einen Austausch zu Gesundheit, Bildung, Ökologie, Gerechtigkeit, sozialen Rechten und Menschenrechten geben soll. Damit diese stattfinden können, muss zunächst die Einreise gelingen. Deswegen fordern derzeit 177 mexikanische Staatsbürger:innen die Möglichkeit, nach Frankreich in die EU einreisen zu können.

Ziel der „Reise für das Leben“ ist, diejenigen zusammenzubringen, die auf den Kontinenten der Erde für eine gemeinsame Sache einstehen: „Uns vereinen nur sehr wenige Dinge: Dass wir uns die Schmerzen der Erde zu eigen machen: die Gewalt gegen Frauen; die Verfolgung und Verachtung der in ihrer affektiven, emotionalen, sexuellen Identität Differenten; die Vernichtung der Kindheit; der Genozid an den Originarios, den indigenen Pueblos; der Rassismus; der Militarismus; die Ausbeutung; die Zerstörung der Natur.“

Sie vereine außerdem: „Das Wissen: Es ist nicht möglich, dieses System zu reformieren, zu erziehen, abzumildern, zurechtzufeilen, zu zähmen, zu humanisieren.

[Sowie] Die Verpflichtung: Zu kämpfen, überall und jederzeit – jede/r auf ihrem/seinem Gebiet – gegen dieses System – bis es vollständig zerstört ist. Das Überleben der Menschheit hängt von der Zerstörung des Kapitalismus ab. Wir ergeben uns nicht, wir verkaufen uns nicht – und wir geben nicht nach.

[Und] Die Gewissheit: Der Kampf für die Menschheit ist weltweit. So wie die laufende Zerstörung keinerlei Grenzen, Nationalitäten, Fahnen, Sprachen, Kulturen, Ethnien anerkennt, so ist der Kampf für die Menschheit überall und jederzeit.“

Einreise in Gefahr

Die ersten Delegierten legten bereits mit einem Segelschiff in Europa an. Die weiteren sollen nun per FLugreise nach Frankreich nachkommen. Doch verschiedene Regierungen legen den Reisenden Steine in den Weg: Die mexikanische Regierung weigert sich, 62 Delegierten Reisepässe und eine Ausreisegenehmigung zu erteilen. Die Reisenden erfüllten alle Formalitäten. Dass sie dennoch keine Papiere erhielten, sei auf willkürlichen Rassismus zurückzuführen.

Eine weitere Hürde errichtet die französische Regierung. Sie weigert sich, die Delegierten nach Frankreich einreisen zu lassen. Deswegen gab es in vielen europäischen Städten Protest, der sich gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron richtete.

Unter dem Hashtag #PasoLibreZapatistas findet ihr Dokumentationen der europaweiten Proteste im Rahmen der Aktionswoche für die Zapatista.

EZLN: Wir sind angekommen!

Es war 06:59 Uhr mexikanischer Zeit, als am 20. Juni 2021 von der Montaña aus – durch einen nebligen Horizont hindurch – das Land der Iberischen Halbinsel gesichtet wurde. Es war 09:14:45 als das Schiff in der Bucht von Baiona oder Bayona, in Galizien, Spanischer Staat, Europa vor Anker ging. Von dort aus ist es nicht weit, nur “einen Steinwurf entfernt”, bis zur Portugal genannten Geographie. Ein wenig weiter nordöstlich ist Vigo zu sehen. Alle sind bei guter Gesundheit.  Wegen dem Papierkram – und so weiter – werden die Montaña und das Geschwader 421 bis voraussichtlich Dienstag, den 22. Juni um 17 Uhr an diesem Ort verbleiben – Datum und Uhrzeit von Vigo. Dann wird die Ausschiffung und Landung stattfinden. Die spanische Guardia Civil enterte das Schiff, nahm die Daten von Besatzung und Passagieren auf, kontrollierte die Pässe und führte Routinekontrollen durch. Ergebnislos. Klimatische Bedingungen: Bewölkt, leichter und häufiger Regen, 15 Grad Celsius.

Nach kurzer Zeit näherten sich mehrere Segelboote mit Compas des ungehorsamen Europas – um willkommen zu heißen … oder um zu sehen, ob die Gerüchte stimmen, die durch Stadtviertel, Felder und Berge der Welt ziehen: “Die Zapatistas sind in Europa eingefallen.”

An Land, am Fuße dessen, was wie ein Leuchtturm aussieht, ruft eine andere Gruppe etwas wie “Wir ergeben uns!” … Nah, nur Spaß. Sie rufen: Zapata Vive! Bienvenid@s! Willkommen! … Es ist nicht gut zu verstehen.  Sie haben Transparente und Zeichnungen dabei.  Soweit wir sehen können, gibt es keinerlei obszöne Zeichen – was darauf hindeuten könnte, sie würden uns abweisen … noch nicht. Eine desorientierte Person trägt ein Schild mit der Aufschrift: “Kantine La Palomita Insurrecta – Die Kleine Aufständische Taube: Caldo Gallego – Galizische Kraftbrühe, Empanadas, Selbiges und Xouba-Fische. Sonderrabatte für Invasor:innen, Käfer und Katzen-Hunde.” Auf einem anderen Schild steht: “Holt mich hier raus!” Die vernünftigeren Leute verwenden die Transparente als Regenschirme.

Der europäische Himmel weint vor Rührung. Seine Tränen mischen sich mit denen, die die von Sonne, Meer, Ängsten und Adrenalin gezeichneten Wangen des unerschrockenen Geschwaders 421 befeuchten. Die Pueblos Mayas haben mit ihren Schritten, ihren Blicken, ihrem Herzschlag – so wird es die Legende sagen – in 50 Tagen und Nächten den Atlantik überquert – auf ihrer langen und ereignisreichen Überfahrt für das Leben.

Draußen ist es kalt, aber drinnen – in der Geografie des Herzens – wärmt so etwas wie ein Gefühl die Seele. In den Bergen des mexikanischen Südostens lächelt die Sonne und aus der Lautsprecheranlage ertönen fröhlich die ersten Töne einer Cumbia.

Natürlich fehlt noch die Landung, der Transfer der Flugdelegation, die Organisation des Zeitplans, die Treffen … und das Fest der Worte.

Das heißt, es fehlt alles.

SupGaleano.

Juni 2021.

Der Kaffee zur Reise

Der Kaffee zur Finanzierung der Reise ist nun in Innsbruck angekommen. Ihr könnt ihn im Cafe Lotta, Hallerstr. 1, 6020 Innsbruck oder bei den kommenden Veranstaltungen abholen.

Eine Packung kostet 12 Euro.

Mehr Infos:

Verpackungseinheit pro Karton: 10 Stück a 500g

kollaborativer Kollektive-Soli-Espresso “Viaje Zapatista”

Der Erlös des Verkaufs dieses Soli-Kaffees geht in die Finanzierung der
Weltreise der Zapatistas.

Lediglich die Kosten für den Rohkaffee, Steuern und Verpackung werden bei dieser Kleinröstung abgezogen. Dies wird ca 6,- Euro betragen. Alle sonstige Arbeit beim Rösten und im Vertrieb wird ehrenamtlich geleistet und alle Aufschläge sind für die Finanzierung der Reise der Zapatistas. Nur solange der Vorrat reicht und nicht dauerhaft lieferbar.

Italian-Style-Blend aus Hochland-Arabica und Robusta,
Röstkaffee solidarisch gehandelt aus kleinbäuerlichem Anbau

Entstanden aus einer handwerklichen Trommelröstung in Kollaboration der Hamburger Kaffeekollektive

1 Drittel Arabica aus Chiapas (Yachil Xojobal)
1 Drittel Arabica aus Kolumbien (Juan Tama)
1 Drittel Robusta aus Indien (IOFPCL)

Weiterführendes:
Enlace Zapatista (mehrsprachig aus Mexiko): https://enlacezapatista.ezln.org.mx
Eurozapatista (Koordination in Europa): http://europazapatista.org
Ya Basta Netz (Koordination in Deutschland): https://www.ya-basta-netz.org/die-zapatistas-kommen-zu-uns/

Die beteiligten Kollektive:
Aroma ZapatistaCafé Libertad KollektivLa Gota NegraQuijote-Kaffee

 

Juhu! Unsere Sticker und Plakate sind da!

 Plakat (Richtpreis 3 Euro)         Sticker

Erhältlich an allen Veranstaltungen sowie im Cafe Lotta, Hallerstr. 1, 6020 Innsbruck (geöffnet jeweils Di 19-22 Uhr sowie unregelmäßig Freitag Abend)